40 Jahre Entführung der „Landshut“: Junge Union fordert Denkmal als Monument einer wehrhaften Republik gegenüber dem Linksterrorismus

Sieben bange Minuten – so lange dauerte der Einsatz der GSG 9, um die Geiseln der Passagiermaschine „Landshut“ zu befreien. Für die Spezialeinheit der Bundespolizei war es einer der ersten und gleichzeitig schwersten Einsätze. Palästinensische Terroristen entführten das Flugzeug im Oktober 1977, um mehrere Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Der Aktion gingen bereits etliche dramatische Stunden und Tage voraus. Die Entführung der „Landshut“ war gleichzeitig der Höhepunkt des sogenannten „Deutschen Herbstes“ als Welle linksterroristischer Akte gegen den Bestand der Bundesrepublik. Auch jetzt noch, 40 Jahre nach dem „Deutschen Herbst“, steht die „Landshut“ symbolhaft für die Erinnerung an eine der schwersten Bewährungsproben der Bundesrepublik und der grausamen Verbrechen der RAF. Gleichzeitig kam durch die tragische Berühmtheit der Lufthansa-Maschine auch der Name „Landshut“, für den unsere Heimatstadt Namenspate ist, in aller Munde.

Angesichts des 40. jährigen Jahrestags der Befreiung der „Landshut“ am 18. Oktober fordert nun die Junge Union Landshut-Stadt (JU) die Errichtung eines Denkmals. „Spätestens zum 40. Jahrestag der Entführung der „Landshut“ und der tragischen Ermordung des Piloten Jürgen Schumann ist es nun an der Zeit, diesem zeitgeschichtlichen Ereignis ein Denkmal zu widmen. Das Denkmal soll dabei sowohl Erinnerung an den Tod Schumanns als auch ein Mahnmal vor dem Linksterrorismus sein“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Ludwig Schnur. Gleichzeitig wäre ein Denkmal zur Befreiung der „Landshut“ aus Sicht der Jungen Union auch ein Monument für den Sieg der Bundesrepublik über den Linksterrorismus der RAF. Denn mit der Befreiung der „Landshut“ und dem anschließenden Suizid der RAF-Terroristen, die freigepresst werden sollten, endete auch die zweite Generation der RAF.

Wenn es nach der Jungen Union Landshut gehen würde, gibt es bereits konkrete Vorstellung an welcher Stelle Teile der „Landshut“ ausgestellt werden sollten. „In Gedenken an den ermordeten Jürgen Schumann bietet sich die gleichnamige Jürgen-Schumann-Straße an. Zudem bietet sich der Standort mit dem benachbarten Hans-Leinberger-Gymnasium als Ausstellungsort optimal an. Denn hier könnte man sich dann im Rahmen eines Seminars mit diesem wichtigen Symbol der wehrhaften Republik gegenüber dem Linksterrorismus auseinandersetzen“, erklärt Schnur jun. Ähnliche Seminare hat das Hans-Leinberger-Gymnasium in der Vergangenheit bereits zum Rechtsextremismus abgehalten.

„Gerade in der heutigen Zeit sind Zeichen gegen Terrorismus dringend notwendig, um Freiheit und Demokratie wieder stärker in das Bewusstsein zu rücken. Und die „Landshut“ wurde durch die erfolgreiche Befreiung zweifelsfrei zu einem Symbol des Widerstands gegen den Extremismus”, so abschließend Ludwig Schnur.

Schreibe einen Kommentar