JU-Vorsitzender Ludwig Schnur fordert PRECOBS-System für Landshut – Prognosesoftware soll Einbrüchen vorbeugen

Nach Testläufen in München und Nürnberg will der Kreisvorsitzender der Jungen Union Landshut, Ludwig Schnur, das PRECOBS-Programm nun auch für Landshut einsetzen. Durch die Auswertung vorangegangener Einbrüche sollen dabei gefährdete Gebiete für die Polizeiarbeit herausgefiltert werden und so Einbruchsserien leichter vorgebeugt werden.

 

Ein Wochenende, mehrere Einbrüche, hohe Sachschäden, Fahndung sogar per Hubschrauber – und doch vorerst kein Festnahmeerfolg. Einzig ein wachsendes Unsicherheitsgefühl verbleibt bei der Landshuter Bevölkerung angesichts der Einbruchsserie. Daher fordert nun der Kreisvorsitzende der Jungen Union Landshut-Stadt, Ludwig Schnur, eine Ausweitung der Prognosesoftware „PRECOBS“ auch auf Landshut, um Wohnungseinbrüche besser bekämpfen zu können.

 

Bereits seit 2014 wird das PRECOBS-System für Bayern in Nürnberg und München zur Vermeidung von Einbruchsserien getestet. „PRECOBS“ analysiert dabei als computergestütze Software vorangegangene Delikte, um dann anhand dieser Daten eine Prognose über besonders akut gefährdete Einbruchsgebiete zu treffen. Denn häufig agieren im Rahmen einer Einbruchsserie dieselben Tätergruppen in einem engen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang und erlauben so leichtere Rückschlüsse auf ihr nächstes Zielgebiet. Prognostiziert „PRECOBS“ ein besonders von Einbrüchen bedrohtes Gebiet, erlaubt diese Vorhersage dann der Polizei wesentlich zielgerichteter als bisher Personal- und Streifeneinsätze zur Vermeidung von Einbrüchen durchzuführen – oder die Täter bestenfalls unmittelbar zu stellen. Auf diese Weise konnten etwa in Zürich, wo das System ebenfalls seit Jahren zum Einsatz kommt, die Einbruchszahlen um rund 50 Prozent gesenkt werden.

 

Von diesem Erfolg ist auch der JU-Kreisvorsitzende Ludwig Schnur überzeugt und will daher den Einsatz des PRECOBS-Systems schnellstmöglich auch in Landshut: „Der Schutz der Bürger muss bestmöglich sichergestellt werden und dafür zeigt das Prognosesystem starke neue Möglichkeiten zur Vermeidung von Einbrüchen auf.“ Bereits die Einbrüche vom Wochenende würden aus Sicht von Ludwig Schnur zeigen, dass immer neue Wege notwendig sind, um Einbrüchen vorzubeugen und Einbrecherbanden das Handwerk zu legen. „Zweifelsfrei gibt die Landshuter Polizei bei der Vermeidung und Aufklärung von Einbrüchen ihr Bestes, aber die Polizei kann nicht überall gleichzeitig sein. Daher wollen wir zur Ergänzung der klassischen Polizeiarbeit diese Prognosesoftware für Landshut, damit Einbruchsserien eingedämmt werden können. Der Landshuter Bürger muss sich wieder sicherer fühlen“, so der JU-Kreisvorsitzende Ludwig Schnur weiter.

 

Dabei will der JU-Vorsitzende das System nur als Erleichterung für einen noch präziser planbaren Personaleinsatz gegen Wohnungseinbrüche verstanden wissen. „Natürlich müssen gleichzeitig aber auch endlich mehr offenen Planstellen der Polizei in Landshut mit Polizeibeamten besetzt werden. Die Prognosesoftware kann und soll keine Beamten ersetzen“, so Schnur abschließend.