„Gemeinschaftlichen Zusammenhalt stärken“ – Junge Union Landshut fordert die Einführung einer Dienstpflicht

Die Junge Union Landshut-Stadt (JU) spricht sich in der derzeit aufkommenden Debatte klar für die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht und die Wiederaufnahme der Wehrpflicht aus. Dabei sollen alle Schulabgänger in Deutschland vor der Aufnahme einer weiteren Ausbildung oder eines Studiums künftig einen Pflichtdienst in der Bundeswehr oder einer sozialen Einrichtung absolvieren. Aus Sicht der JU sind dabei junge Männer und Frauen gleichfalls zu verpflichten.

Der gemeinsame Dienst aller Gesellschaftsgruppen wird den zivilen Zusammenhalt stärken damit die Kräfte einer freiheitlichen Gesellschaft stärken, die das Gemeinwesen wehrhaft machen. – Vorsitzender Ludwig Schnur

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Landshut, Ludwig Schnur, verspricht sich dadurch vor allem die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Stärkung sozialer Kompetenzen junger Menschen. „Der Dienst in einer sozialen Einrichtung, im Katastrophenschutz oder der Bundeswehr kann jungen Frauen und Männer zweifelsfrei mehr Eigenverantwortung, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft vermitteln. Gleichzeitig wird der gemeinsame Dienst aller Gesellschaftsgruppen den zivilen Zusammenhalt und damit die Kräfte einer freiheitlichen Gesellschaft stärken, die das Gemeinwesen wehrhaft machen“, ist Ludwig Schnur überzeugt.

Die Junge Union Landshut-Stadt hofft nun, dass durch die aktuelle Debatte Bewegung in die Einführung einer Dienstpflicht kommt, die schon seit Jahren zu den Forderungen auf der JU auf Bundes- und Landesebene gehört. Ludwig Schnur erklärt dazu: „Die Erfahrung seit Aussetzung der Wehrpflicht zeigt, dass Zivil- und Wehrdienst eben nicht durch freiwillige Angebote kompensiert werden können. Wer nach dem Abitur lieber mehrere Monate Work & Travel in Australien, Afrika oder Südamerika macht statt sozialen Dienst in Deutschland abzuleisten, betreibt zwar individuelle Selbstverwirklichung, hilft dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland aber nur wenig.“ Aus Sicht des CSU-Nachwuchses kann auch gerade jungen Menschen abverlangt werden, sich sozial oder in der Bundeswehr zu engagieren und so der Gesellschaft und dem Staat etwas zurückzugeben, der ein Leben lang ein breites soziales Netz garantiert.

Bundeswehr und soziale Einrichtungen können jederzeit mehr Unterstützer gebrauchen. – stellv. Kreisvorsitzender Johannes Alfery

Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende der JU, Johannes Alfery, unterstreicht die Notwendigkeit einer Dienstpflicht: „Damit würde nicht nur der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt, sondern auch die Institutionen, in denen der Dienst verrichtet wird. Denn Bundeswehr und soziale Einrichtungen können jederzeit mehr Unterstützer gebrauchen. Gerade im sozialen Bereich konnte der Wegbruch von Zivildienstleistenden nie durch den Freiwilligendienst kompensiert werden. Dabei ist klar, dass die Pflichtdienstleistende nicht bisherige Fachkräfte ersetzen können, sondern etwa im Pflegebereich die Pfleger nur unterstützen sollen. Die so steigende Personaldecke ermöglicht vielleicht auch eine intensivere Betreuung des einzelnen Menschen“, so Alfery.

Völlig fehlgeleitet sind für die JU dagegen die Äußerungen der FDP in der Debatte um die Dienstpflicht, die darin nur eine „Verschwendung von Lebenszeit“ sieht. „Wer im Dienst in der Bundeswehr, im Katastrophenschutz oder in sozialen Einrichtungen eine Verschwendung von Lebenszeit sieht, legt nicht nur ein fragwürdiges Staats- und Gesellschaftsverständnis an den Tag. Vielmehr verhöhnt die FDP gleichzeitig jeden Einzelnen, der seit Jahren im Bundesfreiwilligendienst, in Rettungsorganisationen, Feuerwehren, der Caritas oder anderen sozialen Einrichtungen freiwillig seinen Beitrag für ein funktionierendes Gemeinwesen leistet“, so der JU-Vorsitzende Ludwig Schnur.